inbau _ Ingenieure für Nachhaltiges Bauen

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ab in die Zukunft

48 Stunden für die Nachhaltigkeit: Wir waren dabei!

im April 2012 war ganz Baden-Württemberg mit einem Koffer voller guter Ideen auf die Reise von Stuttgart nach Rio de Janeiro. Unter dem Motto „ab in die zukuNft!“ zeigten die ersten Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg was Nachhaltigkeit konkret bedeutet. Im Vorfeld des Erdgipfels, der im Juni in Rio de Janeiro stattfindet, waren alle Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger eingeladen, bei Veranstaltungen im ganzen Land zu erleben, wie nachhaltig, lebenswert und zukunftsfähig Baden-Württemberg schon heute ist und wie wir in Zukunft gemeinsam noch nachhaltiger handeln können.

 

Bei der Wahl des richtigen Dämmstoffes haben immer mehr Bauherren Stroh im Kopf.

Viele Fakten sprechen  für diesen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Baustoff:

  • Mit Strohballen lassen sich auf einfache Weise hochwärmegedämmte, gesunde und umweltfreundliche Wohnhäuser erstellen.
  • Kein vergleichbarer Dämmstoff benötigt weniger Energie zur Herstellung und ist in großen Mengen in einer direkt verwendbaren Form verfügbar.
  • Der Rohstoff kommt vom Acker nebenan.
  • Die Bauweise ist nicht neu. Schon Ende des 19. Jahrhunderts haben Siedler in holzarmen Landstrichen Nebraskas Häuser aus Heuballen gebaut, die heute noch bewohnt werden.
  • Strohballenbau ist sehr selbstbaufreundlich. Komplizierte Wandaufbauten können vermieden werden.
  • Stroh
Strohballen verzurren
  • Das Naturmaterial Stroh bietet, insbesondere wenn es mit dem Baustoff Lehm verknüpft wird, hervorragende Eigenschaften für ein gesundes Wohnklima.
  • Fachgerecht verbauten Strohballen können weder Ungeziefer und Nagetiere, noch Feuchtigkeit und Feuer etwas anhaben.
  • Lehm auf Innenoberflächen wirkt feuchteausgleichend, nimmt Gerüche auf und minimiert beispielsweise auch die hochfrequente Belastung durch MobilfunkanlagenStroh Lehmputz

Baurecht:

  • In Deutschland gibt es seit März 2006 eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Strohballen als Wärmedämmstoff.
  • Stroh ist als ein normal brennbarer Baustoff (B2) zertifiziert. Durch den beidseitig aufgebrachten Lehmputz  lassen sich einfach Wandaufbauten herstellen die dem Feuer 90 Minuten Widerstand leisten können.

Ökonomie:

  • Ein Haus aus Strohballen kann sogar kostengünstiger werden als ein Konventionelles.
  • Im Gegensatz zu diesem liegt der Anteil der regionalen Wertschöpfung aber ein Vielfaches höher.
  • Das Geld für den Rohstoff und den höheren Arbeitsaufwand bleibt vor Ort und geht nicht in den überregionalen Transport und an internationale Konzerne.

Ökologie:

  • Stroh weist eine sehr gute Wärmedämmung auf und eignet sich gut für den Bau von energieeffizienten Häusern.
  • Es reduziert den Heizenergiebedarf und damit den CO²- Ausstoß während der Nutzung.
  • Schon der Energieaufwand für Herstellung und Transport des Baustoffes ist minimal.
  • Stroh speichert wie jede Pflanze beim Wachsen Kohlendioxyd, das für die Lebensdauer des Gebäudes gebunden ist und leistet so einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz.
  • Bei den Pavillons für die Landesgartenschau Neu-Ulm wurden die Strohballen als Ausfachung der Holzständerkonstruktion verwendet. Schon mit diesem einfachen Wandaufbau ist ein Passivhausstandard möglich.

Baustoffeigenschaften:

Wärmeleitfähigkeitsgruppe

Brennbarkeitsklasse

Dichte

Diffusionswiderstandszahl

Spez. Wärmekapazität

WLG = 0,045 - 0,63 W/mK

B2 (normal entflammbar)

ca. 100 kg/m3

µ = 1,0 – 3,0

c = 2,0 kj/kgK

Je größer die Wärmekapazität eines Dämmstoffes ist, desto höher ist auch die Phasenverschiebung und damit die angestrebte Zeitverzögerung des Wärmedurchgangs.

Beim Strohhaus wird die gewünschte Phasenverschiebung von 10-14 Stunden erreicht.

Das bedeutet, dass die Mittagshitze, die zwischen 13 und 15 Uhr auf die Gebäudehülle einwirkt erst 10-14 Stunden später, also zwischen 23 und 5 Uhr an die Räume abgegeben würde. Zu diesem Zeitpunkt ist die Aussentemperatur jedoch so weit abgekühlt, dass die Wärme nach aussen ablüften kann.

Ein Gebäude aus Stroh ist im Sommer angenehm kühl und im Winter warm.

Die Informationen zum Strohbau werden derzeit überarbeitet. Wenn Sie Fragen zu unseren Leistungen haben, oder eine Beratung wünschen, können Sie gerne zu uns Kontakt aufnehmen.

Pavillon Landesgartenschau Neu-Ulm

Baustellenfoto von den Pavillons Landesgartenschau Neu-Ulm 2008

 

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